Leserbrief zum Podium «Tagesschule – Tagesstruktur»
Mein Fazit des Podiums über die Initiative «Bezahlbare Tagesschule jetzt» besteht aus zwei Erkenntnissen. Erstens: Wenn das Kind im Zentrum steht, ist die Tagesschule das Beste! Zweitens: «Wir produzieren günstiger als vor der Tagesschule», so Roberto Rodriguez, Präsident Kreisschulbehörde Zürich. Das heisst, die Tagesschule ist in Zürich belegbar günstiger als Tagesstrukturen
und Schule.
Das Abstimmungsbüchlein suggeriert, die Tagesschule würde zu einer sozialen Entmischung führen. In seinem Schulkreis in Zürich, sagt Roberto Rodriguez, ist das kein Problem, nur rund zehn Prozent der Familien melden ihre Kinder aus der Tagesschule ab, das heisst, dass alle Schichten dort gut vertreten sind. Er erzählt, wie es Zürich macht: Verkürzte Mittagspause auf 80 Minuten, offene Bibliotheken und Schulräume während der Mittags- und Aufgabenstunde. Wenn die Kinder aus der Tagesschule zeitgleich mit nicht Tagesschulkindern nach Hause kommen, haben sie keine Hausaufgaben mehr. Was für eine Quality-Time für Mütter, Väter und Kinder zuhause!
Der Dübendorfer Stadtrat lag in den letzten Jahren daneben mit allen Prognosen. Wir erinnern uns an die Aussage «Im Hochbord wird es nie Kinder geben und ein eigenes Schulhaus im Hochbord ist nicht nötig». Dies alles belegt mit eigenen Studien und Zahlen. Im Nachhinein alles falsch; ein Komplettversagen.
Ich bin überzeugt, dass der Stadtrat wieder der Realität hinterherhinkt und auch dieses Mal nicht Recht hat mit seinen Annahmen und Zahlen. Danke an die Podiumsteilnehmer, die gezeigt haben, wie die Tagesschule in ihren Gemeinden alle Kinder ganzheitlich fördert.
Ich stimme an der Urne daher Ja zur Tagesschule in Dübendorf, weil auch unsere Kinder und Enkel es wert sind.
Nikolaos Kaintantzis, Grüne Dübendorf
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