Mit Freude und Erleichterung haben wir die Annahme der Petition «Mehr Sicherheit für unsere Kinder / Tempo 30 im Quartier Gfenn» zur Kenntnis genommen. Sie ist ein wichtiges Signal dafür, dass die Sorgen vieler Quartierbewohnerinnen und -bewohner ernst genommen werden. Besonders bestätigt fühlen wir uns dadurch, dass sämtliche unserer Bedenken bezüglich der mangelnden Verkehrssicherheit bei Tempo 50 im Gfenn von unabhängigen Prüfstellen klar bestätigt wurden.
Bis zu 80 km/h
Umso grösser ist nun unsere Verwunderung über den Entscheid der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission, dem Antrag zwar zuzustimmen, gleichzeitig jedoch einen Änderungsantrag einzubringen, der ausgerechnet die Gfennstrasse im Abschnitt Überlandstrasse bis Alte Landstrasse von der Tempo-30-Zone ausnehmen will.
Die Gfennstrasse ist heute jene Strasse im Quartier, auf der aufgrund der langen, geraden Streckenführung von Autofahrern am stärksten beschleunigt wird. Auch wenn es nur einzelne Autofahrer sind, kommt es immer wieder vor, dass Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erreicht werden. Gleichzeitig ist dies der Bereich, in dem sich besonders viele Kinder aufhalten, unter anderem auf dem Weg zum Schulbus und ab Sommer 2026 zusätzlich für viele Kindergartenkinder im Schulhaus Gfenn. Hinzu kommt, dass es entlang der Gfennstrasse weder durchgehende Trottoirs noch Fussgängerstreifen gibt, die ein sicheres Überqueren der Strasse ermöglichen würden.
Teurer, aber nicht sicherer
Vor diesem Hintergrund ist es für uns als Quartierverein Gfenn4Kids schlicht nicht nachvollziehbar, wie ein solcher Änderungsantrag entstehen konnte. Bei einer Annahme müssten zusätzliche Fussgängerstreifen angebracht werden, um eine sichere Überquerung der Gfennstrasse zu gewährleisten. Dieser Vorschlag verteuert zudem die Umsetzung der Tempo-30-Zone gemäss Experten unnötig, ohne einen sicherheitstechnischen Mehrwert zu schaffen.
Wir appellieren daher dringend an den Dübendorfer Gemeinderat, diesen überflüssigen Änderungsantrag abzulehnen und die Petition gemäss dem klaren Wunsch der Mehrheit der Quartierbewohnerinnen und -bewohner umzusetzen. Es ist unsere Pflicht für die Sicherheit in Dübendorf zu sorgen. Alles andere käme einer schlichten Ignoranz gegenüber den erarbeiteten Fakten und den Einschätzungen der Experten gleich und würde letztlich nur eine halbherzige, unzureichende Erhöhung der Sicherheit für die Kinder im Quartier Gfenn bedeuten.













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