Noch im Dezember 2013 hat die Armee bekannt gegeben, dass sie – abgesehen von einer Helikopterbasis – keinen Bedarf mehr für den Flugplatz Dübendorf hat. Doch der Bund will die Piste und damit den Flugbetrieb nicht aufgeben und hat deshalb die Suche nach einem zivilen Betreiber gestartet. Neben dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) ist das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am aktuell laufenden Ausschreibeverfahren beteiligt.

Damit wird trotz massivem Widerstand aus der Bevölkerung, der Stadt Dübendorf und des Kantons Zürich das Projekt eines erweiterten Flugplatzes für Geschäftsfliegerei und Werkflüge vorangetrieben.

Da ein möglicher Ausbau des Flugplatzes und die damit verbundene Zunahme an Lärm zu den grössten Standortrisiken für ein attraktives und lebendiges Dübendorf gelten, möchte ich dem Stadtrat die folgenden Fragen stellen:

  1. Wie gross schätzt der Stadtrat das Risiko ein, dass der Flugplatz Dübendorf privatisiert und gewinnbringend betrieben werden kann?
  2. Welche Einflussmöglichkeiten hat die Stadt Dübendorf auf die Entwicklung des Flugplatzareals?
  3. Was beabsichtigt der Stadtrat im laufenden Jahr zu unternehmen, um die drohende Privatisierung des Flugplatzes zu verhindern?
  4. Setzt sich der Stadtrat im Rahmen seiner Mitarbeit bei der Entwicklung des Flugplatzareals auch für Wohn- und Erholungsraum zugunsten der Bevölkerung ein? Wenn ja, welchen Anteil der rund 250 Hektaren grossen Fläche sollte aus seiner Sicht als Erholungsraum gesichert werden?

Stefan Kunz, Gemeinderat, Grüne Dübendorf

Die Anfrage und die Antwort des Stadtrates können Sie hier herunterladen.