Wir bitten um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wird das kommunale Aufnahmekontingent für Asylsuchende im Moment von der Stadt Dübendorf erfüllt oder übererfüllt? Wie gross ist die Abweichung?
  2. Ist der Stadtrat angesichts der prekären Flüchtlingssituation in Europa bereit, ein zusätzliches Kontingent aufzunehmen? Wenn ja, wie gross könnte dieses zusätzliche Kontingent sein?
  3. Ist der Stadtrat angesichts der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, privater Organisationen und Kirchen bereit, eine gewisse Koordinationsfunktion zu übernehmen? Wie könnte dies geschehen?

Begründung

Im Moment sind in der Welt rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Einzelne kleine Länder, wie z.B. der Libanon oder Jordanien, mussten Millionen (!) von Flüchtlingen aufnehmen. Im Mittelmeer sind in diesem Jahr 2’760 Menschen auf der Flucht ertrunken, darunter Hunderte von Kindern.

In Europa ist heute vor allem Südeuropa und Südosteuropa vom Flüchtlingszustrom betroffen. Immer mehr ziehen aber weiter nach Deutschland. Allein in München sind in den letzten Wochen 60’000 Flüchtlinge angekommen. Das ist mehr als die Schweiz das ganze Jahr an Asylsuchenden aufnimmt (2014 gab es 48’000 Asylgesuche und Personen im Asylprozess).

In dieser Situation sollte es selbstverständlich sein, zu helfen und ausserordentliche Massnahmen zu ergreifen. Die Stadt Dübendorf ist aufgefordert, einen kleinen Beitrag zu leisten.

Hans Baumann, Gemeinderat Fraktion SP/Juso/Grüne und weitere Unterzeichnende

Die Interpellation und die Antwort des Stadtrates können Sie hier herunterladen.