Am 24. September stimmen wir über die Reform der Altersvorsorge ab. Niemand ist mit der Reform wirklich glücklich, trotzdem überwiegen die Vorteile. Zwar sollen Frauen, trotz immer noch unerklärlich niedrigerem Lohn, gleich lange arbeiten wie Männer, Frauen profitieren jedoch auch von der Reform. Dank des Koordinationsabzug werden die Löhne kleiner und Teilzeiteinkommen besser versichert, was insbesondere die Altersvorsorge von Frauen stärkt, da 55% der Frauen weniger als 55’000 Franken pro Jahr verdienen. Ebenfalls profitieren Leute ohne oder mit kleinen Einkommen von der Erhöhung der AHV um 70 Franken. Zwar gibt es wenige, die dank der Erhöhung der AHV aus den Ergänzungsleistungen fallen würden, diese Gruppe macht aber nur 2% aus. Insbesondere Frauen, die Teilzeit arbeiten, profitieren von der Erhöhung der AHV.
Apropos AHV: Die AHV ist mit Abstand die sinnvollste Altersvorsorge-Strategie. Da die Beiträge gleich wieder verwendet werden, muss nicht über risikobehaftete Spekulationen versucht werden, das einbezahlte Geld der Teuerung anzupassen. Damit die AHV funktioniert, muss sich aber auch jede Generation beteiligen. Es ist eine Schande, dass nun die Bürgerlichen der jungen Generation so stark gegen die AHV schiessen. Schliesslich verdanken wir unsere sehr gute Ausbildung und Infrastruktur unseren Eltern und Grosseltern, denen wir jetzt die Wurst auf dem Brot nicht mehr gönnen wollen.
Julian Croci Co-Präsident Junge Grüne Zürich, Grüne Dübendorf
Bild: „Heute Abstimmung“ (BernieCB, flickr, CC BY-ND 2.0)
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