Derzeit sammelt das Lokalkomitee Unterschriften für die zweite Konzernverantwortungsinitiative. Nachdem die erste knapp abgelehnt wurde, möchten wir jetzt ein Zeichen setzen. Ganz vielen Leuten in der Schweiz ist es wichtig, dass die Konzerne, die hier ihren Sitz haben, Natur und Umwelt schützen und den Menschen Sorge tragen.
Es geht um Grossunternehmen, die weltweit mehr als 1’000 Mitarbeitende beschäftigen. Sind unsere Forderungen nicht selbstverständlich? Freiwillige Massnahmen bringen offenbar nichts. Darum braucht es Regelungen. Die EU hat im vergangenen Mai die nötigen Richtlinien eingeführt. Die Initiative fordert, dass die Schweiz mitzieht und ihre Verfassung anpasst. Es kann nicht sein, dass die Schweiz bald das einzige Land ohne Konzernverantwortung ist.
Die neue Konzernverantwortungsinitiative wollte die Beanstandungen der ehemaligen Gegner:innen beheben und dies ist gut gelungen. Sie nimmt Grossunternehmen in Pflicht, erwähnt KMU jedoch nicht mehr. Zudem richtet sie sich konsequent an den internationalen Leitlinien aus und beseitigt damit die grösste Bemängelung von Bundesrätin Keller-Sutter. Sie fordert einerseits zwar eine konsequente Haftung bei Verletzung der Menschenrechte oder Umweltschäden, verlangt anderseits aber auch eine angemessene Regelung für die Erbringung von Beweisen.
Flavia Sutter, Dübendorf
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