Seit Jahren wird von der Wissenschaft auf die dringliche, negative Klimaentwicklung hingewiesen – jedoch wird weiterhin von Politik und Gesellschaft ein maximales wirtschaftliches Wachstum mit einem gesicherten Wohlstand weiterverfolgt – der verursacht jedoch auch die Klimaprobleme.

Wie man aus den Statistiken der Medien entnehmen kann, sieht zwar ein grosser Teil der Gesellschaft die Notwendigkeit für die Umweltverantwortung, will aber einen Einbruch der Wirtschaft aufgrund von Klimamassnahmen vermeiden.

Natürlich steigen die Preise, wenn alle notwendigen Kosten für Ressourcenverbrauch, Schadstoffbeseitigung, begründete Lohnkosten usw. eingepreist würden. Gegenwärtig sind maximale Tiefpreise gefragt – oft sind Tiefpreise erst durch die Vernachlässigung von Umweltbedingungen möglich.

Die meisten Interessierten kennen die Folgen von zwei Grad Klimaerwärmung. Diese Feststellung wird von «Wirtschaftsexponenten» auch als Klimahysterie bezeichnet. Da muss man sich fragen, welches der folgenden Denkmuster wird wohl von den Betreffenden angedacht, wenn die Verantwortung jetzt abgelehnt wird:

  • Das Klimathema ist momentan unerheblich – es gibt Wichtigeres.
  • Die wissenschaftlichen Feststellungen zur Klimaentwicklung sind falsch bzw. überrissen.
  • Die Klimaveränderungen treffen erst viel später ein.
  • Die Entwicklungen zur CO2 Beseitigung und anderer Massnahmen werden schon rechtzeitig greifen.
  • Notwendige Umweltmassnahmen kann man auch später nach Bedarf einsetzen.
  • Man sollte jetzt und heute alle gegebenen Annehmlichkeiten der Gegenwart nutzen – Zukunftsprobleme kann eine spätere Generation lösen.

In diesem Sinne werden wir «Sehenden Auges» das weitere Geschehen verfolgen.

Gerwin Engel, Dübendorf