Der Stadtrat sah in seiner ursprünglichen Vorlage vor, im Richtplantext die Transformation des Givaudan-Areals von einer Industrie- und Gewerbezone hin zu einem Mischgebiet als langfristiges Ziel zu setzen. Die KRL-Mehrheit hat diese Absichtserklärung mit den Anträgen 11 und 12 aus dem Richtplantext entfernt.
Eine KRL-Minderheit ist der Meinung, dass der stadträtliche Antrag zu unterstützen sei. Anders als im Jahr 1900 – so lange ist die Givaudan nämlich schon in Dübendorf – liegt dieses Areal heute nicht mehr auf der grünen Wiese, sondern an zentraler Lage mit hervorragender Anbindung an Bus und Glattalbahn. Die angrenzende Glatt hat nicht nur Potential als Naherholungsgebiet, sondern fungiert an heissen Tagen auch als natürliche Klimaanlage. In Zeiten der Wohnungsnot ist es sinnvoll, der Eigentümerschaft zu gestatten, dieses Areal – wenn gewünscht – irgendwann in ein Mischgebiet mit Wohn- und Gewerbeanteil zu transferieren.
Noch eine allgemeine Anmerkung zu Mischgebieten. Die sollen ja heute weitestgehend aus der Revision gestrichen werden. Sie sind sicherer. Wenn ich an einem Ort Gewerbe und Betriebe habe, aber auch Wohnungen, dann ist da immer irgendjemand. Aber in einem Gewerbegebiet, da ist in der Nacht niemand und in einem Wohngebiet ist am Tag niemand, weil alle arbeiten. Das beeinträchtigt das Sicherheitsempfinden und auch die tatsächliche Sicherheit im öffentlichen Raum. Mischgebiete sind also auch unter dem Sicherheitsaspekt eine sinnvolle Sache.
David Siems, Gemeinderat Grüne Dübendorf













RSS – Beiträge
Kommentar verfassen