In der Schweiz werden Toiletten nach wie vor mit hochwertigem Trinkwasser gespült. So werden pro Kopf und Tag ca. 40 Liter Trinkwasser im wahrsten Sinne des Wortes die Toilette herunter gespült. Zugleich wird Regenwasser, welches kostenlos vom Himmel fällt, grösstenteils über die Kanalisation entsorgt. Mit den zunehmenden Klimaveränderungen werden auch die Niederschlagsmengen immer unregelmässiger und unberechenbarer. Sowohl Trockenheit (= Trinkwasserknappheit) als auch Starkregenphasen (= Überlastung der Kanalisation) häufen sich. Vor diesem Hintergrund erscheint diese ineffiziente Bewirtschaftung von Wasser besonders unsinnig. Dabei sind Systeme zur Spülung mit Regenwasser längst in Gebraucht und mit der EAWAG befindet sich sogar eine renommierte Forschungsanstalt auf dem Stadtgebiet, die sich auch diesem Thema widmet.

Fragen

  1. Kann der Stadtrat den Wasserverbrauch der Stadtverwaltung durch Toilettenspülungen, bzw. das Sparpotenzial durch die Nutzung von Regenwasser beziffern?
  2. Ist der Stadtrat bereit, bei Sanierung oder Neubau von öffentlichen Gebäuden Regenwasserspülsysteme für die Toiletten zu prüfen?

Ich danke für die sorgfältige Beantwortung meiner Fragen.

David Siems, Gemeinderat Grüne