Das Projekt Gumpisbüel soll eigentlich dazu beitragen, den vom Volk beschlossenen Zweckartikel zu günstigen Wohnungen in der Gemeindeordnung umzusetzen. Das tut es nicht. Die Wohnungen sind dafür offensichtlich zu teuer. Sie könnten aber ohne weiteres günstiger sein, wenn wir die Baurechtszinsen der Stadt reduzieren würden.
Das Volk wird nichts dagegen haben, da es den Auftrag zu günstigen Wohnungen erteilt hat. Die Baurechtsnehmer werden nichts dagegen haben, weil sich kein Mensch darüber beschwert, wenn er einen saftigen Rabat bekommt. Wüst und Partner werden nichts dagegen haben, weil sie tiefere Zinsen empfohlen haben. Und keine Partei in dieser Stadt wird tiefere Zinsen an der Urne bekämpfen.In der jetzigen Lage gegen günstige Wohnungen vorzugehen, wäre politischer Selbstmord.
Wenn wir im hehren Bestreben, tragfähige Lösungen zu finden, faule Kompromisse eingehen, vermitteln wir den Leuten den Eindruck, dass ihre Stimme sowieso nichts bewirkt. Diesen Vorwurf mussten wir uns in letzter Zeit mehrfach in Leserbriefen im Glattaler anhören. Damit schwächen wir ihr Vertrauen in uns und unsere Arbeit und in das Gemeinwesen an sich. So werden Kräfte gestärkt, die das Gemeinwesen nicht gestalten, sondern mit der Kettensäge zerlegen wollen. Siehe USA und Argentinien, da können wir das gerade live beobachten. Kräfte, die nicht auf einer gemeinsamen Daten- und Faktengrundlage agieren, sondern auf ihrer bevorzugten Esoterik.
Daher bitte ich Euch: Stimmt der Rückweisung zu, damit tatsächlich günstige Wohnungen im Gumpisbüel entstehen können.
Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit – heute Abend und in den letzten zwei Jahren.
Uf Wiederluege
David Siems, Gemeinderat Grüne













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