Vier aufeinanderfolgende Hitzewellen haben der Schweizer Landwirtschaft vertrocknete Ackerflächen und Notschlachtungen von Nutztieren eingebracht. Die Preise für Importiertes Futtermittel sind in der Folge explodiert. Den Dürre-Sommer 2026 werden nach den Bauern auch die Konsument:innen zu spüren bekommen – im Portemonnaie und eventuell auch in Form von leeren Regalen im Supermarkt.

Dabei könnte unsere Landwirtschaft deutlich mehr Kalorien produzieren: Gemüse braucht im Vergleich zu Fleisch dafür einen Bruchteil an Wasser und Anbaufläche. Das heisst nicht, dass die Schweiz keine Viehwirtschaft betreiben sollte. Es gibt in unserem Land reichlich Flächen, die nur Dank Nutztieren überhaupt bewirtschaftet werden können.

Das Problem ist, dass mehr als die Hälfte des kostbaren Schweizer Ackerlandes für die Produktion von Tierfutter verschwendet wird.

Die Gegner der Initiative für Ernährungssicherheit warnen weltfremd vor steigenden Fleischpreisen. Die haben wir Dank dem vertrocknenden Klima so oder so. Jetzt auf eine kalorieneffiziente Landwirtschaft mit mehr Gemüse umzusteigen, sichert wenigstens die Versorgung mit bezahlbarer pflanzlicher Ernährung. Davon haben wir mehr, als am Festhalten an der Illusion von billigem Fleisch.

Der Zeitplan dieser Initiative ist unrealistisch. Die Stossrichtung stimmt aber.

David Siems, Dübendorf