Der Stadtrat wird eingeladen zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie im Quartier Hochbord zusätzliche Grünflächen, allenfalls inklusive Begegnungszonen, geschaffen werden können.
Dabei soll insbesondere geprüft und aufgezeigt werden:
- Ob es noch geeignete Flächen im Eigentum der Stadt Dübendorf im Quartier Hochbord für die Schaffung zusätzlicher Grünflächen gibt.
- Ob, unter welchen Bedingungen und welche Flächen im Privateigentum für die Schaffung von zusätzlichen Grünflächen in Frage kommen könnten. Dabei sollen auch folgende Ansätze geprüft werden:
- Ob mit Anreizsystemen wie Wettbewerben, Auszeichnungen oder Förderpreisen für besonders hochwertige Begrünungsprojekte auf privaten Grundstücken die Eigentümerschaft zur Entsiegelung und ökologischen Aufwertung ihrer Flächen motiviert werden kann.
- Inwiefern Modelle denkbar sind, bei denen die Stadt Dübendorf die Erstellung von dauerhaft öffentlich zugänglichen Grünflächen inklusive Entsiegelung auf privaten Grundstücken über den kommunalen Mehrwertausgleichsfonds finanzieren oder mitfinanzieren könnte.
- Wie in solchen Modellen der dauerhafte und uneingeschränkte Zugang der Bevölkerung rechtlich gesichert werden müsste, insbesondere durch eine Dienstbarkeit oder ein öffentliches Wegrecht im Grundbuch, und wie Betrieb und Unterhalt der Flächen durch die Eigentümerschaft sichergestellt werden können.
- Ob es in vergleichbaren Gemeinden bereits Ansätze zu dieser Thematik gibt und inwiefern diese in Dübendorf anwendbar wären.
- Welche rechtlichen, finanziellen und planerischen Voraussetzungen für Kooperationsmodelle, wie in 2b und 2c ausgeführt, erfüllt sein müssten.
- Ob solche Massnahmen im Massnahmenplan Klima berücksichtigt werden oder allenfalls einfliessen können.
Begründung
Das Quartier Hochbord ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat sich zu einem wichtigen Wohnstandort in Dübendorf entwickelt. Das Quartier bietet bekanntlich Potential für verdichtetes Wohnen, was bereits umgesetzt ist und noch weiter umgesetzt werden wird. Mit dieser Verdichtung steigt die Wichtigkeit von Grünflächen.
Grünflächen leisten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität, zur Förderung der Biodiversität sowie zur Klimaanpassung, insbesondere durch Kühlung und Verbesserung des Mikroklimas. Diverse Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen, dass im Hochbord mehr Grünflächen gewünscht werden.
Die Verfügbarkeit von städtischem Land ist sehr begrenzt und bei frühen Überbauungen im Quartier Hochbord wurde der Fokus noch nicht gleich stark auf Grünflächen gelegt wie das heute der Fall ist. Viele Böden sind dadurch versiegelt und private Eigentümer haben häufig keine Anreize, diese zu entsiegeln und in Grünflächen umzuwandeln. Da die Projekte schon realisiert sind, können keine Rahmenbedingungen mehr gesetzt werden. Denkbar wären hier allenfalls Anreize oder Kooperationen, um die Grünflächen im Quartier zu erhöhen.
Prüfenswert ist insbesondere die Möglichkeit von Beiträgen aus dem kommunalen Mehrwertausgleichsfonds für öffentlich zugänglichen Raum auf privaten Grundstücken, sofern dieser dauerhaft und uneingeschränkt der gesamten Bevölkerung zur Verfügung steht.
Zu beachten ist ferner, dass die Mittel des Mehrwertausgleichsfonds für die Planung und die Erstellung sotchar Anlagen eingesetzt werden können, nicht aber für deren Betrieb und Unterhalt. Wird beispielsweise eine begrünte Begegnungszone auf privatem Grund durch die Stadt erstellt, müsste der öffentliche Zugang nach unserem Verständnis mit einer Dienstbarkeit oder einem öffentlichen Wegrecht im Grundbuch gesichert werden. Diese Fragen sollen in der Auslegeordnung mitbeantwortet werden. Mit diesem Postulat soll der Stadtrat eingeladen werden, eine Auslegeordnung zur Förderung von Grünflächen im Quartier Hochbord zu erstellen und den Kontakt zu privaten Eigentümern zu such . Dies soll zur attraktiven Weiterentwicklung des Quartiers beitragen.
Christian Meyer, Gemeinderat GLP
Ursula Brack, Gemeinderätin Grüne und weitere Mitunterzeichnende













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