Am vergangenen Samstag verteilten AL, Grüne und SP vor dem Coop City Center Informationsblätter zur Abstimmung über den Adlerplatz. Der Adlerplatz im Herzen von Dübendorf ist aktuell ein Parkplatz. Wir möchten, dass der Adlerplatz künftig in einen kleinen Park umgestaltet wird, der Frauen, Männer und Kinder vor Hitze schützt und einen kleinen Beitrag zu einem besseren Klima beiträgt. Diesen Sommer hat die Hitzehölle deutlich gemacht wie wichtig kühlende Bäume, Sträucher, entsiegelte Flächen und Blumen für unser Wohlbefinden sind.
Es gibt auch städtebauliche Gründe für eine Veränderung beim Adlerplatz. Mit einem doppelten Nein zur Vorlage Adlerplatz bietet sich die Chance, das Stadtzentrum von Dübendorf neu zu planen. Zusammen mit dem Vorplatz vor der ZKB-Filiale und dem Platz vor dem Stadthaus könnte ein grüner Gürtel entstehen, der Raum für Begegnung, für Erholung und für einen Schwatz mit anderen Dübendorferinnen und Dübendorfern bietet. Statt dass die Besucher der Terrassencafés und -restaurants rund um den Adlerplatz auf Autos blicken, könnten sie sich an Bäumen, Blumen und Vögeln erfreuen.
Nun, das sind eigentlich erfreuliche Aussichten. Doch das sehen natürlich, wie es auch zu einer Demokratie gehört, nicht alle so. Und das liessen sie uns, die wir für unser Anliegen vor dem City Center Werbung machten, teilweise recht aggressiv spüren. In meiner langen Laufbahn als Politikerin ist mir dies noch nie passiert. Ich bin mir viele kontroverse, teilweise hitzige Diskussionen gewohnt und ich fürchte mich nicht vor solchen. Doch vor einem Fast-Gewaltausbruch musste ich mich bis anhin noch nie fürchten.
Glücklicherweise ergaben sich an diesem Samstagmorgen aber auch andere Begegnungen mit spannenden Gesprächen. Wie jenes mit einer älteren Dame, die sich wunderte, dass sie nur die Wahl zwischen einem Parkplatz mit mehr und einem Parkplatz mit weniger Parkplätzen hat, aber nicht über ein Parkprojekt abstimmen kann. Dabei, so die ältere Dame, würde sie sich auf einen kleinen Park im Zentrum von Dübendorf freuen. Es gehört zu den unergründlichen Spielregeln der Politik, dass man zwei Mal Nein stimmen muss, um den Weg für mehr Lebensqualität im Zentrum von Dübendorf zu ermöglichen. Aber auch damit ist die Zukunft noch nicht in trockenen Tüchern und es braucht nachher noch einen grossen Effort, um das Zentrum von Dübendorf zu begrünen.
Judith Stofer, Kantonsrätin AL Dübendorf













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