Da ich bereits seit Sommer 2025 vergeblich versuche, das Thema unter Einbezug von Fachleuten von Aqua Viva und AWEL beim Tiefbau-Ressort informell aufzugleisen, reiche ich nun diese Anfrage ein.

Bei den Koordinaten 2’688’177.43 / 1’249’398.67 zwischen Breiti und Steinweg befindet sich im Gockhuserbach ein Geschiebesammler in Form einer Betonwanne. In der kantonalen Revitalisierungsplanung wurde der entsprechende Abschnitt als prioritär eingestuft und die Umgestaltung des Breitibachsystems ist bei der Stadt langfristig angedacht.

Der Geschiebesammler stösst allerdings bereits heute regelmässig an seine Kapazitätsgrenzen, wodurch sich auf dem umliegenden Kulturland zum Schaden der Landwirtschaft kleine Überschwemmungen bilden.

Die Betonwanne könnte durch einen ökologisch gestalteten Sammler ersetzt und dabei vergrössert werden, sodass es nicht mehr zu Überschwemmungen kommt. Der Kanton stellt über das Projekt „Vielfältige Zürcher Gewässer“ einen Fördertopf für solche Kleinprojekte zur Verfügung. Die Stadt müsste die Kosten also nicht alleine tragen. 

Fragen

  1. Ist der Stadtrat bereit, die vorzeitige ökologische Umgestaltung und Kapazitätsausbau des Geschiebesammlers am Tüfweg/Gockhuserbach unter Einbezug von Aqua Viva und dem AWEL zu prüfen? (Siehe Mailverkehr 22.7.2025 bis 25.2.2026)
  2. Teilt der Stadtrat die Auffassung, dass ein zeitnaher Kapazitätsausbau des Sammlers zum Schutz des angrenzenden Kulturlandes sinnvoll ist?
  3. Teilt der Stadtrat die Auffassung, dass eine zeitnahe ökologische Umgestaltung der Betonwanne den Tüfweg nicht nur als Naturraum aufwertet, sondern auch als Naherholungsgebiet attraktiver macht?
  4. Was spricht aus Sicht des Stadtrates konkret dagegen, diese Schwachstelle im Hochwasserschutz zeitnah zu beseitigen?

Ich danke für die sorgfältige Beantwortung meiner Fragen.

David Siems, Gemeinderat Grüne