„Aus Anzeige wird nichts„, Ausgabe vom 15. März.
Seit Jahren ist das Sozialamt Dübendorf in Schieflage. Es ist störend, dass darüber erst in den nationalen Medien berichtet werden muss, bevor sich der Stadtrat genötigt sieht, einige sperrliche Informationen nach aussen zu geben. Dabei besitzt er die Frechheit, alle, die sich bemühen das Sozialamt Dübendorf zu verbessern, der „politisch motivierten Hetze“ zu bezichtigen. Die Forderung nach menschenwürdigem Umgang mit Sozialhilfebezüger*innen als politische Hetze zu bezeichnen ist eines Stadtrates nicht würdig. Wir engagieren uns beide politisch; die grösste Motivation ist jedoch dafür zu sorgen, dass jene, die Hilfe benötigen, diese erhalten. Wir müssen es uns nicht bieten lassen, uns als Hetzer*innen bezeichnen zu lassen. Die Schikane von Menschen durch das Dübendorfer Sozialamt ist seit Jahren Realität und die negativen Medienberichte eine logische Folge, welche der Stadtrat zu verantworten hat.
Als Teil der Bevölkerung und des Gemeinderats versuchen wir, die Lage für Menschen, die auf die Hilfe des Sozialamtes angewiesen sind, zu verbessern. Wenn dies der Ton und die Haltung ist, die man gegenüber berechtigter Kritik in der Stadt Dübendorf einnimmt, scheint es mit dem Demokratie-Verständnis im Stadtrat nicht weit her zu sein.
Leandra Columberg, Präsidentin Juso Zürcher Oberland
Julian Croci, Gemeinderat Grüne Dübendorf
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