Die Stadt Dübendorf erarbeitet momentan ein Inventar zu Gebäudebrütern. Neben Mehl- und Rauchschwalbe, Dohlen, Weissstörche, Schleier- und Waldohreulen, Turm- und Wanderfalken wird auch nach Fledermäusen gesucht.

Unbemerkt durch die Nacht

Ein Drittel aller einheimischen Säugetierarten der Schweiz sind Fledermäuse. Von den 30 heimischen Fledermausarten kommen 17 Arten im Kanton Zürich vor. Fledermäuse haben im Jahresverlauf Tages-, Paarungs- oder Winterschlafquartier. Im Sommer kommen weiblichen Fledermäusen in sogenannten Wochenstuben zusammen und ziehen gemeinsam ihre Jungtiere auf.

Gewisse Arten nutzen Gebäudequartiere zur Jungaufzucht. Arten wie die Zwergfledermaus bewohnen kleine Spalten an Fassaden oder Hohlräume in einem Rollladenkasten als Quartier. Bei Arten wie Langohren dienen Dachräume in Gebäuden und Scheunen als Quartier.

Wie entdecke ich Fledermausquartiere?

Foto: Eine Alpenfledermaus (Royonx, wikimedia commons, CC0 1.0)

Foto: Eine Alpenfledermaus (Royonx, wikimedia commons, CC0 1.0)

Bevor die Fledermäuse nach der nächtlichen Jagd ins Quartier zurückkehren, fliegen sie die Einflugöffnung des Fledermausquartiers mehrmals an. Weil dieses Verhalten mehrere Fledermäuse gleichzeitig zeigen, lassen sich Quartiere leicht erkennen. Am Abend wiederrum können Fledermäuse beim Ausflug aus dem Quartier beobachtet werden. Dabei fliegen mehrere Tiere nacheinander aus dem Unterschlupf. Ein weiteres Indiz, dass Fledermäuse vorkommen, sind Kotrückstände/Kot-Chegeli“ auf dem
Fenstersims oder am Boden.

Haben Sie ein Quartier entdeckt? Melden Sie uns Fledermausquartiere aus Dübendorf, wir interessieren uns dafür. So können wir herausfinden, wo welche Arten leben und wie wir sie am besten fördern können.

Kontakt: Lukas Schweizer, 079 485 22 38, lukas.schweizer@naturschutzbuero.ch