«Mehrheit spricht sich für die Schuldenbremse aus», Ausgabe vom 20. Mai

Das Volk hat gesprochen. Uns wurde bei der Schuldenbremse glaubhaft gemacht, dass längerfristig dennoch investiert wird. Es wurde uns zum Beispiel versprochen, dass neue Gebäude der Stadt, so wie Schulen, langfristig finanziert werden; also mit Solarpanels und Erdsondenheizung versehen werden, da es sich spätestens in acht Jahren rechnet. Es wird sich zeigen, ob unsere Politikerinnen und Politiker wirklich nachhaltig denken oder nur auf die nächsten Wahlen und den nächsten Steuersatz schielen.

Als Unternehmer und Steuerzahler freue ich mich auf weniger Steuern. Als Vater weiss ich, dass unsere Schulen unterbesetzt und unterfinanziert sind. Niemand wird Verantwortung für ein Kaputtsparen übernehmen, denn die Folgen sehen wir zu spät. Es wird heissen, unsere Vorgänger in den Politgremien haben schlecht gehandelt. So wie beim Sozialamt («Vorgänger Schuld»), wie in der Primarschulpflege («Schweres Erbe übernommen») oder wie beim Verscherbeln von städtischem Land im Hochbord (ist irgendwie passiert und die anderen Parteien sind schuld).

Ich hoffe, die Zukunft wird mich einen Pessimisten nennen. Meine Erfahrung hat aber gezeigt, dass es zu viele Politikerinnen und Politiker gibt, die von kurzfristig tiefen Steuern ihrer Sponsoren und Gönner profitieren statt dem Volk zu dienen.

Nikolaos Kaintantzis, Unternehmer und Mitglied der Grünen, Dübendorf