Kommentar: Das Postulat wurde einstimmig aufrechterhalten.

Geschätzte Damen und Herren

Es wurden schon viele wichtige und auch richtige Sachen zu diesem Thema gesagt in den vorangehenden Voten. Darum halte ich mich kurz und gehe noch auf zwei Aspekte gesondert ein. Der erste ist, dass wir doch ziemlich viel an Microsoft bezahlen und an andere grosse Konzerne. Dieses Geld, das wir da ausgeben, fehlt dann in der Open Source-Entwicklung. Häufig ist es nämlich vor allem bei Open Source Software, die ein Endnutzer, eine Endnutzerin als Ziel haben so, dass sie sich primär dadurch finanzieren, dass die Firmen und Organisationen, die diese Software nutzen den Entwicklern Geld spenden. Oder Geld bezahlen für Bug-Fixes und neu hinzugefügte Features, die die entsprechende Firma benötigt.

Wenn Dübendorf hingeht und dieses Geld einfach irgendwelchen Grosskonzernen gibt, fehlt dieses Geld im Open Source Bereich. Stattdessen könnte Dübendorf dieses Geld effektiv dafür einsetzen, dass Software hergestellt wird, die nicht nur in Dübendorf eingesetzt werden kann, sondern auch in anderen Gemeinden in der Schweiz oder auch in Ländern, die wirtschaftlich weniger gut dastehen.  Das ist das Eine.

Der andere Aspekt ist, auf welcher Ebene man das einsetzen möchte. Neulich hat Microsoft dem Schweizer Parlament beispielsweise einfach aufgezwungen, dass es jetzt Copilot benutzt. wir sind schon weit weg davon, dass wir zu Microsoft hingehen und sagen können, was wir nutzen wollen und was nicht. Es hat eher den Anschein, dass Microsoft kommt und sagt: „Und Ihr macht jetzt dieses und jenes.“ Ich glaube, dieser Entwicklung können wir auch auf lokalpolitischer Ebene einen Riegel vorschieben. Dieses Postulat ist ein erster Schritt dazu.

Vielen Dank

Julian Croci, Gemeinderat Grüne