Wie es der Zufall so will haben wir am letzten Tag der Artenvielfalt einen Infoabend durchgeführt zu diesem vermeintlichen Zielkonflikt zwischen Solaranlagen und Dachbegrünungen mit dem Experten Dr. Stephan Brenneisen von der ZHAW Stadtökologie Wädenswil. Das Beispiel, das wir vorhin gesehen haben auf dem Foto ist tatsächlich ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Es braucht ein bisschen Expertise, das ist richtig. Da gehen ganz viele Dinge rein: Die Zusammensetzung des Substrates muss stimmen, die Anpflanzung muss passen, und auch die Anordnung von Solarpanelen muss zu Ende gedacht sein. Aber long Story short: Jemand, der weiss was er tut, kann das problemlos anlegen, ohne dass es da einen Konflikt gibt- im Gegenteil! Man hat sogar herausgefunden, dass eine fachlich korrekt durchgeführte Kombination von Begrünung und Solarzellen sogar den Stromertrag steigert.
Wie ist das möglich? Auch da ist wieder die Verdunstung das Thema. Die Begrünung gibt über die Verdunstung Feuchtigkeit ab, wodurch die Luft um die Solarzellen gekühlt wird. Das führt dazu, dass ein heissen Tagen in praller Sonne – also dann, wenn eigentlich der höchste Stromertrag möglich wäre – dass dann die Solarzellen nicht überhitzen. Wenn sie überhitzen, mindert das nämlich die Leistung. Also Sie sehen, das ist eigentlich kein Zielkonflikt. Wenn man es richtig macht, dann verbessert die Begrünung den Stromertrag sogar. Darum ist es sehr sinnvoll, das so zu machen. Danke schön.
David Siems, Gemeinderat Grüne Dübendorf













RSS – Beiträge
Kommentar verfassen