Die Frage, was eigentlich „zur Natur gehört“, beschäftigt Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gleichermassen – besonders in Zeiten von Klimawandel und Artensterben. Oft werden dabei sogenannte Neobiota, also Pflanzen und Tiere, die durch menschlichen Einfluss in neue Regionen gelangen, pauschal als Bedrohung wahrgenommen. Doch ist diese Sichtweise wirklich so eindeutig?
Wir laden am 22. Mai, 19:30 im Piazzasaal Güggelhuus ReZ dazu ein, genau diese Annahmen zu hinterfragen. Die Umwelthistorikerin Camille Schneiter zeigt in ihrem Vortrag auf, dass unsere Vorstellungen von „einheimischer“ und „fremder“ Natur keineswegs zeitlos oder objektiv sind. Vielmehr sind sie historisch gewachsen und eng mit rechtlichen und wissenschaftlichen Entwicklungen verknüpft.
Anhand konkreter Beispiele aus der Schweiz wird deutlich, wie unterschiedlich mit Neobiota umgegangen wird – mal werden sie bekämpft, mal gezielt gefördert. Diese Widersprüche machen sichtbar, dass es keine einfache, „natürliche“ Ordnung gibt, sondern dass gesellschaftliche Entscheidungen eine zentrale Rolle spielen.
Gerade in einer Zeit, in der sich Ökosysteme rasant verändern, ist es wichtig, unsere Denkmuster zu reflektieren. Der Vortrag bietet eine spannende Gelegenheit, neue Perspektiven kennenzulernen und den eigenen Blick auf Natur und Biodiversität zu erweitern.
Grüne Stadt Dübendorf













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