Man liest es fast täglich: Photovoltaikanlagen sind der Schlüssel zur lokalen Energiewende. Umso erstaunlicher ist es, wie zögerlich die Stadt Dübendorf agiert. Aus der städtischen Präsentation «Photovoltaik-Potential optimal nutzen» vom 04.11.2025 geht hervor, dass in den letzten neun Jahren gerade einmal fünf PV-Anlagen auf stadteigenen Gebäuden realisiert wurden.
Warum diese Zurückhaltung? Statistiken zeigen deutlich, dass die Stromproduktion mittels Wasser, Wind und Sonne heute am günstigsten ist – weit vor fossiler Energie oder Kernkraft. Typische Amortisationszeiten liegen in der Schweiz bei 10–17 Jahren (Solar Ratgeber Schweiz). Eine Solaranlage hat jedoch eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren. Das heisst, die Stadt profitiert danach über Jahrzehnte von sehr günstiger Energie.
Der Rekord-Ertragsüberschuss von rund 73 Millionen Franken aus dem Jahr 2025 bietet die perfekte Steilvorlage: Investieren wir einen Teil dieses Geld in PV-Anlagen auf städtischen Dächern und Fassaden. Der lokal produzierte Strom entlastet die Staatskasse langfristig und schützt das Klima direkt vor unserer Haustür.
René Schoenenberger, Dübendorf













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