Rück- und Vorschau: Ökologische und soziale Nachhaltigkeit versus Spardruck

Es liegen vier turbulente Jahre hinter Dübendorf und den Grünen. Die politischen Diskussionen wurden dabei immer vom Spardruck dominiert. Trotzdem konnten wir Grünen wichtige Weichen stellen für ein ökologisches Dübendorf.
Lust und Frust der Legislatur
2023 konnten wir einen guten Gegenvorschlag zu unserer Initiative „Rettet die Bienen“ erwirken. Der Rahmenkredit wurde nicht gekürzt, lediglich die Laufzeit verlängert. Mit dem Froschteich im „Seewadel“ wurde bereits ein Projekt realisiert. Die „Pocket Parks“ und der Klimagarten werden ab 2026 grüne Oasen im Siedlungsgebiet bilden.
Einer der grössten Aufreger aus grüner Sicht war wohl die Kürzung der Klimamassnahmen um 85’000 CHF aus dem Budget 2025. Diese wären dringend nötig gewesen, um den Massnahmenplan Klima, der auf eines unserer Postulate zurückgeht, umzusetzen. 2026 ist zum Glück wieder mehr Geld im Budget eingestellt. Ebenfalls konnte mit einer Stimme Unterschied verhindert werden, dass die Kosten für die Kinderbetreuung für Familien steigen.
Anstehende Herausforderungen: Überhitzung von Stadtklima und Wohnungsmarkt
Die laufende Totalrevision der Stadtplanung (BZO) sieht einen kleinen Anteil an preisgünstigen Wohnungen im Birchlen vor. Zudem möchte die Stadt für die Landreserven Leepünt und Gumpisbüel 40% Kostenmietwohnungen vorschreiben. Beide Massnahmen sind minimale Zugeständnisse an die Mieter:innen, haben aber trotzdem einen schweren Stand.
Ebenfalls in der BZO werden die Weichen für ein gutes Stadtklima gesetzt. Wir fordern darum: Der Baumbestand in den Quartieren soll trotz Verdichtung möglichst erhalten werden und zusätzliche Grünräume müssen geschaffen werden. Sollte die BZO diese Themen zu wenig berücksichtigen, werden wir weitere Volksinitiativen prüfen.
Wir Grünen werden auch in der nächsten Legislatur die Menschen und ihre Umwelt ins Zentrum unserer Arbeit stellen. Wir danken Dir für Deine Stimme.
Facts & Figures
2050
hat die Stadtverwaltung im Massnahmenplan Klima als Nettonull-Ziel verankert. Grundlage ist ein Postulat der Grünen.
-15.5%
Um so viel hat die Beschattung unserer Quartiere durch Bäume von 2017-2021 abgenommen. Wir wollen diesen Kahlschlag stoppen.
-7%
Um so viel sind die Gemeindesteuern in Dübendorf seit den letzten Wahlen gesunken. Für diesen aggressiven Standortwettbewerb bezahlen wir mit steigenden Mieten und Spardruck.
Solidarisch in der Küche: Veganer Ukrainischer Borschtsch
- 1,5 l Gemüse- oder Pilzbouillon
- 1 Packung gekochte Randen
- 1 grosses Rüebli
- 1 kleiner Weisskabis
- 2 Birnen
- 300g festkochende Kartoffeln
- 1 kleiner Knollensellerie
- 5 Knoblauchzehen
- 3 EL Tomatenmark
- 3 EL Rotwein- oder Apfelessig
- veganer Sauerrahm

Tipp: Pfefferkörner, Lorbeerblätter oder beispielsweise Wacholderbeeren kannst Du in einem Tee-Ei in die Suppe geben. So kannst Du die nicht essbaren ganzen Gewürzteile vor dem servieren restlos entfernen.
- Sellerie und Knoblauch schälen, das gesamte Gemüse würfeln und mit Öl in einem grossen Topf anschwitzen.
- Tomatenmark, Essig und Bouillon unterrühren
- 2-3 Lorbeerblätter und einige ganze Pfefferkörner hinzugeben.
- ca. eine halbe Stunde köcheln lassen (nach Geschmack)
- Borschtsch mit einem Löffel Sauerrahm und einer Scheibe rustikalem Sauerteigbrot servieren.
Wünsche einer Neu-Dübendorferin

Die Grünen haben mit ihrer hartnäckigen Arbeit viel erreicht. Ich freue mich sehr auf die beiden geplanten ökologisch wertvollen Oasen wie Pocket Park und Klimagarten. Als Neu-Dübendorferin, ich wohne seit drei Jahren hier, wünsche ich mir noch mehr entsiegelte Flächen, schattenspendende Bäume und biodiverse Grünräume. Der Klimawandel findet statt, wir müssen die Klimaerhitzung in die Stadtplanung miteinbeziehen.
Entsiegelte Flächen und ökologisch wertvolle Grünräume sowie Bäume sind nicht nur hitzemindernd, sie sind auch wichtige Begegnungsorte für Menschen. Als ich das Zentrum von Dübendorf gesucht habe, fand ich eine stark befahrene Kreuzung mit vielen Ampeln. Auf der einen Seite das Stadthaus mit einem grosszügigen Platz, auf der anderen der Adlerplatz (Parkplatz), das City Center und ein Pseudo-Einkaufsdörfli. Also nichts, wo ich mich gerne aufhalten und mit den Leuten ins Gespräch kommen möchte (ausser Unterschriftensammeln und Standaktionen).
Hätte jede Neu-Dübendorfer*in einen Wunsch frei, würde ich mir eine Entsiegelung und ökologische Begrünung des Adlerplatzes mit einem Baumkorridor zum Platz vor dem Stadthaus wünschen. Damit würde Dübendorf ein richtiges Zentrum erhalten. Den Autoverkehr würde ich am liebsten verbannen, man könnte aber auch eine Begegnungszone einrichten, so dass alle Verkehrsteilnehmenden aufeinander Rücksicht nehmen müssen.
Weitere Wünsche sind: durchgehende Velorouten, Tempo 30 in den Quartieren und eine Reparatur des komplett misslungenen Hochbord-Quartiers, wo ich wohne.
Herzlichen Dank für Deine Unterstützung!
Judith Stofer
So wählst Du richtig
- Liste 6 „Grüne“ unverändert in die Urne
- Ivo Hasler in den Stadtrat
- Pascal Scattolin in die Primarschulpflege
- Remo Streich in die Sekundarschulpflege
Andere versprechen grenzenloses Wachstum – wir streben nachhaltige Kreisläufe an.

Wer vorausschauend handelt, schafft Lebensqualität für morgen. Ob im Umgang mit Boden, Natur oder Energie wie auch in gesellschaftlichen Fragen, weitsichtige Entscheidungen sichern unsere Zukunft. Genau hier setzt Grüne Politik an.
Biodiversität – unsere Lebensgrundlage
Wir alle sind angewiesen auf eine intakte und vielfältige Natur. Bestäubung, fruchtbare Böden, sauberes Wasser – all das ist nur möglich dank verschiedener Tiere, Pflanzen und Kleinstlebewesen. Die natürliche Vielfalt in der Schweiz ist aber stark gefährdet. Mehr als ein Drittel der Pflanzen- und Tierarten ist bedroht oder bereits ausgestorben, und die Hälfte der Lebensräume ist bedroht. Im Vergleich mit unseren europäischen Nachbarn sind wir das Schlusslicht in Bezug auf Biodiversität.
Die Hauptgründe dafür sind immer kleiner werdende Lebensräume, intensive Landnutzung und chemische Stoffe, die in die Umwelt gelangen. Damit wir die Vielfalt unserer Lebensräume und Arten langfristig sichern können, braucht es einerseits mehr Flächen und andererseits eine Aufwertung und Vernetzung bestehender Flächen.
Zum Glück lässt sich auch im Kleinen, im eigenen Garten oder der eigenen Gemeinde einiges für die Biodiversität tun. Ein naturnah gestalteter Garten kann eine kleine Oase für verschiedene Tiere und Pflanzen sein und als «Trittstein» einen wichtigen Beitrag an die Vernetzung leisten.
Wir Grünen fordern weniger versiegelte Flächen, mehr Bäume, naturnah gestaltete Gärten und den Verzicht auf Pflanzenschuztmittel in Gärten. Mit mehr schattigen Plätzchen, bunten Blumenwiese und vielfältigem Vogelgezwitscher steigt auch unsere eigene Lebensqualität.
Für gesunde Gewässer und vielfältiges Leben
Wasser ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. Ob als Trinkwasser, zur Energiegewinnung oder als Lebensraum. Ohne gesunde Gewässer können wir nicht überleben. Doch viele Bäche, Flüsse und Seen in der Schweiz sind stark belastet. Sie wurden begradigt, verbaut und ihrer natürlichen Dynamik beraubt. In Landwirtschaftszonen gelangen Dünger und Pestizide noch immer zu oft ungehindert in die Gewässer. Mit gravierenden Folgen für Pflanzen, Tiere und letztlich auch für uns Menschen.
Fast die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten der Schweiz lebt in oder an unseren Gewässern. Sie bilden damit eines der artenreichsten und bedeutendsten Ökosysteme unseres Landes. Doch die Trockenlegung von Mooren, die Abholzung von Auenwäldern und die Kanalisierung von Flüssen im letzten Jahrhundert haben die Biodiversität massiv geschwächt. Zugvögel finden in den verschwundenen Moorlandschaften keine Nahrung mehr, viele Wasserinsekten sind verschwunden, und durch Überdüngung sinkt der Sauerstoffgehalt in den Gewässern. Algen breiten sich aus und verdrängen andere Wasserpflanzen, die auf eine nährstoffarme Umgebung angewiesen sind.
Wir setzen uns für einen respektvollen und nachhaltigen Umgang mit unseren Gewässern ein. Durch Revitalisierungen sollen Flüsse, Bäche und Ufer wieder Raum und Dynamik erhalten. Indem wir alte Verbauungen entfernen und mit modernen, naturnahen Strukturen ersetzen, schaffen wir wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und stärken zugleich den Schutz für uns Menschen. In Landwirtschaftszonen sollen zwischen Feldern und Fliessgewässern durch Gräben verhindert werden, dass Dünger und Pestizide in die Gewässer ablaufen können.
Natürliche Gewässer verbessern den Hochwasserschutz, erhöhen die Trinkwasserqualität und schaffen attraktive Naherholungsgebiete. Sie sind Orte der Vielfalt, der Erholung und des Lebens. Der Schutz und die Wiederherstellung unserer Gewässer ist deshalb eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft.
Klimaprognose: +4.5°C 🌡️
In der Schweiz sind wir überproportional von den Wetterextremen der Klimakrise betroffen. Mehr Grün in Dübendorf lindert die Hitze!
Kalender
12.04. Wahlkampffest, 15:00, Kulturbar Obere Mühle
22.05. Tag der Artenvielfalt: Invasive Arten – Ein kritischer Blick auf den Umgang mit Neobiota, 19:30, Piazzasaal Güggelhuus ReZ

23.05. Velobörse Dübendorf: Bruchsch en neue Göppel?, 8:00 – 15:00, Stadthausplatz
28.11. Einhornguezli verzieren am Chlausmärt, 13:00 – 19:00, Stadthausplatz
Jeden Mittwoch: Grüner Büchertausch am Dübi-Märt, 7:00 – 11:00, Stadthausplatz

Spitzen-Kandidierende

Julian Croci, 1995, Doktorand Informatik
Die Klimakrise wird immer schlimmer, doch die Mächtigen der Welt zögern, spalten und führen Kriege. Darum muss Dübendorf vorangehen: mit klarem Klimaschutz, digitaler Souveränität und als Stadt, in der alle dazugehören. Dafür setze ich mich ein.

Ursula Brack, 1977, dipl. Biologin
Die öffentliche Infrastruktur soll mit der Stadtentwicklung von Dübendorf schritthalten. Ich bin für mehr Bildung, Kultur und Sport und erwarte eine gut funktionierende Stadtverwaltung. Ich will Quartierzentren und mehr Naturschutz in der Stadt.

David Siems, 1987, Hausmann
Die Stadt, in der meine Urgrosseltern Kühe gemolken haben, ist für mich mehr als ein Wohnort. Unsere Heimat soll wieder grüner, sozialer und bezahlbarer werden. Ich bekenne Farbe gegen Sparmassnahmen und Steuerwettbewerb zu Lasten des Mittelstandes.

Judith Stofer, 1959, Journalistin BR
Ich bin seit vielen Jahren politisch aktiv und gebe älteren Frauen eine Stimme. Ich setze mich für eine gleichberechtigte Gesellschaft, für ein vielfältiges Kulturleben, für bezahlbare Wohnungen und für ökologisch wertvolle Grünräume in Dübendorf ein.

René Schönenberger, 1968, Chemielaborant
Warum Politik? Weil ich mir eine schöne, lebenswerte Stadt Dübendorf wünsche – mit einer vielfältigen Biodiversität, kleinen grünen Oasen wie am Lindenplatz und einem lebendigen Zentrum. In Zukunft sollen Natur, Menschen, Begegnungsflächen und Langsamverkehr im Mittelpunkt stehen.

Benjamin Spielmann, 1978, Lokführer, Historiker Dr. phil.
Dübendorf braucht Entscheidungen mit Weitblick. Ich setze mich ein für eine zukunftsfähige Mobilität, sichere Wege für alle, einen bezahlbaren Wohnraum und eine intakte Umwelt. So bleibt unsere Stadt für heutige und kommende Generationen attraktiv und lebenswert.
Weitere Kandidierende
Beatrix Zollinger, 1970, Verwaltungsleiterin
Vivian Josua Hauss, 1991, Umweltingenieur ETH
Beate Tröster, 1957, Informatikerin
Nikolaos Kaintantzis, 1976, Dipl.Inf.Ing.ETH, Systemischer Organisationsberater
Nina Vöhringer, 1986, Sachbearbeiterin & Heilpraktikerin
Marjam Jaber, 1995, Psychotherapeutin / Trainerin Kinderzirkus
Thomas Laes-Kushner, 1966, IT Solution Architect
Sonya Bieder-Gemperli, 1978, Dipl. Pflegefachfrau HF Pädiatrie
Jennifer May Rahnenführer, 2004, Gesundheitswissenschaften und Technologie ETH
Philipp Lehner, 1989, Landschaftsarchitekt
Valeria Merk, 2004, Studentin ZHDK
Urs Genucchi, 1959, Dipl. Architekt ETH
Patrizia König, 1990, Primarlehrerin
Moritz Engi, 1978, Jugendarbeiter
Zoe Röösli, 1983, Psychologin
Mike Langen, 1966, Informatiker lic.phil.nat.
Edith Wicki, 1953, Keramikerin
Thomas Winter, 1954, Ökologe, Dozent
Katharina Siems, 1957, Hausfrau
Peter Boos, 1958, lic.iur.
Ruth Kengelbacher, 1955, MBSR-Lehrerin
Nico Zollinger, 2002, Informatiker
Brigitt Kast, 1988, Assistenzärztin
Patricia Dommann, 1973, Physiotherapeutin
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Grüzenstrasse 12
8600 Dübendorf














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